Atemschutz
Atemschutz
Sie haben sicherlich auch das Bild aus einschlägiger Hollywoodfilme im Kopf: Ein Feuerwehrmann stürzt ins brennende Haus und rettet ein Kind aus den Flammen.
Alltag bei der Feuerwehr? Zum Glück nicht. Anders als im Film, müssen wir uns bei realem Feuer gegen den giftigen Rauch schützen. Dies tun wir durch sogenannte Pressluftatmer, die den Träger (sog. Atemschutzgeräteträger, kurz AGT) unabhängig von der jeweiligen Außenluft werden lassen. Der Luftvorrat des Pressluftatmers wird sehr schnell verbraucht, sodass nach nur ca. 30 Minuten der Luftvorrat erschöpft ist. Wer AGT sein möchte, muss im Vorfeld eine medizinische Untersuchung (danach alle 3 Jahre) und einen speziellen Lehrgang absolvieren. Die Geräteträger erkennt man bei der Feuerwehr Braunschweig an Nummernaufklebern am Helm, die die jeweilige Ortsfeuerwehr- und Personalnummer widerspiegeln. Da man im Leben nie auslernt und dieses Sprichwort auch bei der Feuerwehr gilt, müssen alle AGT pro Jahr mindestens an einer theoretischen und praktischen Fortbildung teilnehmen, ohne sie dürfen sie nicht mehr unter Atemschutz eingesetzt werden.
Ausrüstung eines Atemschutzgeräteträgers:
Helm
Überjacke = Spezielle Jacke zur Brandbekämpfung)
Überhose = Spezielle Hose zur Brandbekämpfung)
Stiefel = Durchtritts- und säurefeste Sicherheitsstiefel
Handschuhe = Spezielle Handschuhe zur Brandbekämpfung
Sicherheitsgurt = Spezieller Haltegurt zum Anschlagen an Festpunkte und Abseilen
Leinenbeutel = Leinen zur Schaffung eines Rückzugspunktes und zum Abseilen aus Gefahren
Rettungstasche = Rettungsmesser, Kreide und Holzkeile
Feuerwehraxt = Zum Absuchen von Räumen und zur Öffnung von Hindernissen
Hohlstrahlrohr = Spezielles Strahlrohr zur Brandbekämpfung und Rauchgaskühlung